Neuigkeiten

Aktuelle Umfragen zum Mikrozensus

Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen führt auch in 2017 wieder Befragungen zum Mikrozensus bei Bürgern durch. Alle wichtigen Informationen dazu haben wir hier für Sie zusammengefasst.


Vorschau: Chorkonzert in Frohburg

Auch 2017 findet wieder ein Chorkonzert im Frühling statt. Dazu laden wir schon jetzt ganz herzlich am Freitag, den 05. Mai 2017 um 19:30 Uhr in die St. Michaelis Kirche Frohburg ein.  

Eintrittskarten können ab 24.04.2017 im Vorverkauf bei der Stadtverwaltung Frohburg im Bürgerbüro für je 2,00 Euro erworben werden. An der Abendkasse sind sie dann für 2,50 Euro erhältlich.

Nicole Kampf

SB Öffentlichkeitsarbeit/ Kultur


2016 – Wieder Einwohnerzuwachs in Frohburg

Soweit die vorläufige Ermittlung des Einwohnermeldeamts Frohburg zum 31.12.2016 annähernd richtig ist, ist erstmalig seit dem Jahr 2000 die Einwohnerzahl von Frohburg im Jahr 2016 wieder gestiegen. Wohnten gemäß der amtlichen Statistik des Statistischen Landesamt Sachsen zum 31.12.2015 noch 10.204 Einwohner in Frohburg so sind es zum 31.12.2016 gemäß der vorläufigen Ermittlung des Einwohnermeldeamtes 10.296 Einwohner. Die Vorläufigkeit der Angaben bis zur amtlichen Bestätigung, meist erst zum Ende des Jahres, ergibt sich auf der Grundlage des Einwohnerzensus aus einer komplizierten Berechnungsmethode. Tatsächlich gemeldet im Einwohnermeldeamt waren zum 31.12.2016 deutlich mehr Einwohner. Die Berechnungsmethode zur Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahlen muss man nicht verstehen, jedoch bestätigten sich in den letzten Jahren die vorläufigen Angaben aus dem Einwohnermeldeamt vom Januar meist annähernd. Deshalb ist die Einwohnerentwicklung 2016 durchaus erfreulich, auch wenn sie noch nicht überbewertet werden sollte. Da im Jahr 2016 mit 70 Geburten und 152 Sterbefällen der Saldo diesbezüglich deutlich über dem der Vorjahre lag und die beiden Asylbewerberheime in Hopfgarten und Elbisbach im Laufe des Jahres 2016 geschlossen wurden, ist die positive Entwicklung umso erfreulicher. Sie kann damit eigentlich nur durch ein mehr an Zuzügen als Wegzügen begründet werden. Hierzu und auch zur Entwicklung in den einzelnen Ortsteilen muss im Lauf des Jahres noch weiter recherchiert, analysiert und informiert werden.

Wolfgang Hiensch


Fördermittel für Umbau und Sanierung Feuerwehrgerätehäuser

Ende 2016 - fast ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk - trafen die Zuwendungsbescheide für die seit längerer Zeit bereits geplanten Baumaßnahmen an den Feuerwehrgeräte­häu­sern ein. Während in Frohburg und Frankenhain im Sinne des Klimaschutzes und der Ener­gieeffizienz vor allem die vorhandenen Heizungsanlagen durch neue moderne Anla­gen ersetzt werden, soll in Prießnitz das Feuerwehrgerätehaus im Rittergut grundlegend sa­niert und erweitert werden. Dafür ist aber auch Voraussetzung, dass in diesem Zu­sam­men­hang Dach und Decke über dem Gerätehaus mit Hilfe von Bund- und Landes­zu­schüssen aus dem Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – über­ört­li­che Zusammenarbeit und Netzwerke“ (KSP) erneuert wird. Hierzu liegen mittlerweile Bau­ge­neh­migung und Zustimmung zur Verwendung der bereits bewilligten Städtebau­för­der­mittel vor.

Der Stadtrat soll demgemäß in seiner Sitzung am 02.02.2017 den Bürgermeister legi­ti­mie­ren, die Bauleistungen für das Feuerwehrgerätehaus Prießnitz auszuschreiben. 

Die Maßnahme im Gerätehaus Frohburg ist mittlerweile abgeschlossen. Für die anderen Maß­nahmen kann man vorbehaltlich der Beschlussfassung durch den Stadtrat zum An­fang des Jahres optimistisch sein, dass alles wie geplant bis Ende des bewilligten Verwen­dungs­zeitraumes 31.12.2017 erledigt wird.

Im gleichen Maße kann auch die Hoffnung genährt werden, dass Maßnahmen zur Hoch­wasserschadensbeseitigung 2013 für die Grundstücke/Gebäude der beiden Feuerwehr­ge­rä­tehäuser in Flößberg und Tautenhain nach nun 4 Jahren im Jahr 2017 endlich ab­ge­schlossen wer­den.

 

Wolfgang Hiensch


Arbeiten im Schlosspark – Wasserleitung zu den Eschefelder Teichen

Im Zuge der Baumaßnahmen zur Sicherstellung der Wasserversorgung der Eschefelder Teiche wurde durch den Landkreis der Neubau einer Druckleitung einschl. Pumpwerk von der Entnahmestelle im Schlosspark an der Wyhra bis zum Großen Teich in Auftrag gegeben. Die Arbeiten werden durch das Unternehmen VSTR GmbH auch Rodewisch ausgeführt. Die neue Leitung soll die bestehende aber in großen Teilen verschlissene Leitung ersetzen. Bereits im letzten Jahr wurde mit den Arbeiten im Bereich Weg „Am Kalkbruch“ begonnen. Kernstück des Vorhabens ist der Neubau des Pumpwerkes im Schlosspark an der Entnahmestelle Wyhra. Zu diesem Zweck ist das Befahren der Wege im Park mit der erforderlichen Technik und zum Antransport der in ihrer Größe recht beachtlichen Bauteile notwendig. Mit dem Bauherrn und dem ausführenden Bauunternehmen wurde vereinbart, dass die dadurch zu erwartenden Schäden an den Wegen nach Ende der Maßnahmen fachgerecht beseitigt werden. Wohl wissend, dass die Wege erst vor einigen Jahren im Rahmen der Hochwasserschadensbeseitigung mit großen finanziellen Aufwand wieder hergestellt wurden, wurde der Nutzung zugestimmt. Ansonsten hätte dem Problem des Wassermangels an den Eschefelder Teichen mit der Gefahr des Verlandens nicht kurzfristig entgegnet werden können. Die Verlegung der Druckleitung im Bereich Schlosspark erfolgt grabenlos. Es wird das Bohrspülverfahren angewandt. Dadurch sind nur am unmittelbaren Standort des neuen Pumpwerkes maximal 4 Bäume zu entnehmen. Der Verlust wird durch Neupflanzung ausgeglichen. Zunächst soll jedoch nochmals die Altleitung genutzt werden, um mit der Schaffung eines Provisoriums an der Entnahmestelle Wasser zu den Teichen zu fördern. Die Arbeiten sollen noch im Januar beginnen. Die Fertigstellung der Arbeiten im Stadtpark ist bis Ende März 2017 vorgesehen, ist jedoch stark von der Witterung abhängig.

Im unmittelbaren Baubereich an der Wyhra ist während der Bauphase mit Behinderungen und auch zeitweiligen Sperrungen zu rechnen. Es ist zu empfehlen, in dieser Zeit den Weg von und in Richtung Streitwald über Wiesenweg, Dörfchen, Am Stadtbad zu nutzen.

Peter Häring, SB Straßen und Tiefbau

Haushaltplanung der Stadt Frohburg für 2017/2018 verschiebt sich

Auf Grund vielfältiger Problematiken kann der geplante Doppelhaushalt 2017/2018 der Stadt Frohburg einschließlich der Finanzplanung bis 2021 nicht wie geplant noch 2016, sondern erst im neuen Jahr diskutiert und durch den Stadtrat beschlossen werden. Neben organisatorischen Gründen durch Ausfall von Mitarbeitern/innen gibt es noch viele Unklarheiten zur künftigen Finanzausstattung der Städte und Gemeinden in Sachsen. Hinzu kommen aber auch Entwicklungen und Tendenzen (z. B. Einbruch Gewerbesteuereinnahmen 2016 in Frohburg, Steigende Personal- und Unterhaltungskosten für kommunale Einrichtungen) die erst weiter analysiert und die Folgen für die Zukunft beachtet werden müssen.

Grundsätzlich kann man die derzeitige Finanzsituation von Frohburg wohl wie folgt beschreiben; die im Haushaltplan 2015/2016 gesteckten finanziellen Jahresergebnisse wurden bzw. werden erreicht oder  übertroffen. Die Liquidität der Stadt Frohburg ist auch Anfang 2017 noch im ausreichenden Maße gewährleistet. Nach den derzeit vorliegenden Zuarbeiten zum HHP 2017/2018 sowie den vielen Wünschen und Vorstellungen zu künftigen Vorhaben, Maßnahmen und Aufgaben der Stadt könnte diese Liquidität aber bereits im Laufe des Jahres 2017 gefährdet sein.

Demgemäß kann ich derzeit nur einschätzen, dass die Haushaltlage der Stadt für die Zukunft derzeit eher kritisch ist, als dass man sich auf noch vorhandenen liquiden Mitteln ausruhen kann. Selbst wenn ein genehmigungsfähiger Doppelhaushalt 2017/2018  Anfang 2017 vorgelegt werden kann, wird kein Weg daran vorbeigehen in vielen Bereichen nach Möglichkeiten von Einsparungen und Einnahmeerhöhungen zu suchen. Man muss nur die LVZ lesen, dann kann man anhand von Diskussionen und Beschlüssen von Stadt- und Gemeinderäten andernorts feststellen, dass fast alle Kommunen mit steigenden finanziellen Belastungen und Fehlbeträgen zu kämpfen haben.  

Eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer schließe ich für die Haushaltplanung 2017/2018 jedoch aus. Hundesteuer, Nutzungsgebühren für kommunale Einrichtungen und Eintrittsgelder müssen jedoch auf den Prüfstand. Vergleicht man hier die Entwicklungen mit anderen Städten und Gemeinden der Region, so wird man feststellen, dass die Stadt Frohburg hier teilweise erheblichen Anpassungsbedarf hat.

Frohburg ist nach wie vor auch eher eine steuerschwache Kommune. Bei den Pro Kopf Steuereinahmen aus eigenem Steueraufkommen liegt Frohburg im Landkreis mit an unterster Stelle. Damit ist die Entwicklung der Stadt nach wie vor wesentlich von Landeszuweisungen und Fördermitteln abhängig. Hauptproblem für das eigene Steueraufkommen und die finanzielle Entwicklung in Frohburg dürften aber in Zukunft vor allem die eigenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer sein. Um wenigstens eine Stabilität der Gewerbesteuer-einnahmen in Zukunft zu erreichen, müssen aber Bestand und Entwicklungsmöglichkeiten des Handwerks und mittelständischer Betriebe in Frohburg und Ortsteilen planerisch gesichert werden. Will man aber von Entwicklung von Gewerbe auch durch Neuansiedlung in Frohburg, muss auch über die Neuausweisung von neuen Gewerbeflächen nachgedacht werden. Im Entwurf des Regionalplan Westsachsen ist diesbezüglich nur als Ziel die Förderung der wirtschaftliche Entwicklung der Region Frohburg/ Geithain im räumlichen Zusammenhang mit der A72 formuliert.

Für den Haushaltplan 2017/2018 besteht nun die eigene Zielvorgabe, diesen Anfang März dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorlegen zu können. Was dann aber darin stehen kann oder wird, kann frühestens erst Anfang 2017 öffentlich zur Kenntnis gegeben werden.  

Wolfgang Hiensch


Erschließung des Baugebietes „Am Schützenhaus“ startet Anfang 2017

Auf der Grundlage des Stadtratsbeschlusses zum Baugebiet „Am Schützenhaus“ wurden die  erforderlichen Erschließungsleistungen außerhalb und innerhalb des Plangebietes öffentlich  ausgeschrieben. Die Vergabe soll in der nächsten Stadtratssitzung erfolgen, so dass sofort nach dem Winter mit der Erschließung begonnen werden kann. Bis spätestens 31.07.2017 sollen die Erschließungsleistungen soweit abgeschlossen sein, dass die Baugrundstücke bebaut werden können. Neben der Versendung von Informationsmaterial zum Baugebiet haben sich Kaufinteressenten auch bereits in der Stadtverwaltung dazu informiert und erste Reservierungen für Baugrundstücke liegen vor. Dies nährt einerseits die Hoffnung der Stadt, dass die Vermarktung der 16 Baugrundstücke in diesem attraktiven Baugebiet zügig voranschreiten kann, andererseits muss schon wieder über nächste Baugebiete nachgedacht werden. Auch wenn die Vorbereitung und Erschließung von Baugebieten für den Einfamilienhausbau jeweils mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden ist, so ist die ausreichende Bereitstellung von Bauland für den Einfamilienhausbau in Frohburg eine der maßgebenden Komponenten für die Zukunft der Stadt und ihrer Ortsteile. Die begonnenen Planungen zur Ausweisung weiterer kommunaler Bauplätze für den Einfamilienhausbau „Am Wolfslückenweg“ (ehemalige Gartensparte) und „Am Harzberg“ sind diesbezüglich auch nur ein kleiner Zwischenschritt, noch dazu, da voraussichtlich erst Ende des 1. Halbjahres 2017 verbindlich feststehen wird, ob die planungsrechtliche Zulässigkeit zur Bebauung der Grundstücke bestätigt wird. 

In diesem Zusammenhang muss auch darauf verwiesen werden, dass die Stadt offen ist für private günstige Grundstücksangebote, die sich für eine Überplanung als Eigenheimstandort eignen. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Stadt Aufwand und Kosten für die Ausweisung,  Überplanung und Erschließung von Grundstücken für den Einfamilienhausbau nur einplanen kann, wenn sich dieser Aufwand für die Stadt durch Verkauf der erschlossenen Grundstücke refinanziert. Soweit private Grundstückseigentümer oder Bauträger aus dem Flächennutzungsplan der Stadt selbst Baulandentwicklung mit geeigneten Grundstücken betreiben wollen, ist die Stadt für entsprechende Vorhaben offen. Allerdings müssen Interessierte davon ausgehen, dass sie dann die Kosten für Planung und Erschließung und das Planungsrisiko selbst tragen müssen. In den Ortsteilen wird es allerdings so sein, dass sich Baulandsuchende auf den privaten Grundstücksmarkt und Flächen innerhalb der bebauten Ortslagen konzentrieren müssen. Die Erschließung größerer Baugebiete in Ortsteilen und Inanspruchnahme von Flächen außerhalb der Ortslagen ist durch die Stadt Frohburg nicht geplant und dürfte auch bei Planungsbehörden derzeit kaum auf Wohlwollen stoßen.

Wolfgang Hiensch       


Fortgeschriebener Brandschutzbedarfsplan durch Stadtrat beschlossen

Der Stadtrat Frohburg hat auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der Stadt Kohren-Sah­lis den Brandschutzbedarfsplan für die Territorien Frohburg und Kohren-Sahlis am 06.10.2016 beschlossen.

Der Brandschutzbedarfsplan wurde federführend vom Ordnungsamt der Stadt Frohburg, den jeweiligen Stadtwehrleitungen über Monate hinweg erstellt, in den zuständigen Aus­schüssen und auch in den Feuerwehren diskutiert. Der Dank gilt neben den Mitar­bei­te­rin­nen im Ordnungsamt vor allem den Mitgliedern der alten und neuen Stadtwehrleitung Froh­burg und der Stadtwehrleitung Kohren-Sahlis, indem wir mit dem neuen Brand­schutz­bedarfsplan unsere Ziele für die nächsten Jahre klar definiert und gleichzeitig aber auch nicht an Realitäten vorbeigeschaut haben.  

Auch wenn für manchen das Wichtigste im Brandschutzbedarfsplan die Neu- oder Er­satz­beschaffung von Einsatzfahrzeugen, Einsatztechnik, Einsatz- und Dienstkleidung sowie bau­liche Verbesserungen zur Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehren waren, so liegt der Schwerpunkt für die Zukunft eindeutig darin, die Einsatzfähigkeit der Schwerpunkt­feuer­wehr Frohburg, der Stützpunktfeuerwehren Frankenhain, Flößberg und Kohren-Sa­lis im Verbund mit weiteren derzeit neun Ortsfeuerwehren zu stärken. Um die Einsatzbe­reitschaft aller Freiwilligen Feuerwehren gemäß den gesetzlichen Vorgaben weiter gewähr­leis­ten zu können, bedarf es bei vielen Wehren vor allem eines Mitgliederzuwachses für die aktiven Abteilungen und der Bereitschaft zur Aus- und Weiterbildung.   

Frohburg unterscheidet sich hier allerdings nicht von anderen Regionen in Sachsen und ganz Deutschland, insbesondere im ländlichen Raum. Neben Bevölkerungsrückgang und Überalterung der aktiven Abteilungen führen fehlende Arbeitsplätze vor Ort dazu, dass die Einsatzbereitschaft von einigen Freiwilligen Feuerwehren zunehmend gefährdet ist. Um­so mehr kommt es künftig darauf an, zusammenzuarbeiten, Nachwuchs zu gewinnen, Rea­litäten nicht zu verschweigen und sich gemeinsam neu für den ausreichenden Brand­schutz in der Region zu engagieren. 

Dass sich nach Schließung von Freiwilligen Feuerwehren, die wohl niemandem leicht fallen, aktive Kameraden aus der FF Dolsenhain bei der FF Frohburg und aus der FF Hopf­garten bei der FF Frankenhain angemeldet haben, ist ein gutes Zeichen für den Brand­schutz und die Notwendigkeit überörtlicher Zusammenarbeit. Im gleichen Maße erhofft sich der Stadtrat eine Zusammenführung der Freiwilligen Feuerwehren Nenkersdorf und Schönau. 

Der beschlossene Brandschutzbedarfsplan ist eine Grundlage für das Handeln in den nächs­ten Jahren. Dabei ist jedoch den meisten bewusst, dass die in einer Prioritätenliste für Investitionen im Brandschutzbedarfsplan gesteckten Ziele vor allem auch von För­der­mit­teln und der finanziellen Leistungsfähigkeit der Stadt abhängig sind. Um aber über­haupt Fördermittel bewilligt zu bekommen, muss der Nachweis der Gewährleistung der Ein­satzbereitschaft und Einsatzstärke der jeweiligen Feuerwehren über einen längeren Zeit­raum erbracht werden. Auch dies wird nur möglich sein, wenn sich die Stadt Froh­burg und ihre Ortsteile verstärkt als gute und attraktive Wohnorte entwickeln.

 

 W. Hiensch


Aufwertung Baugebiet „Am Wyhrabogen“ bleibt für die Innenstadt wichtig

Das ehemalige Wäscheuniongelände am Markt wurde in den Jahren 2007/2008 re­vi­ta­li­siert. Außer einem kleinen Hinweisschild erinnert heute nichts mehr daran, dass dort bis dahin ver­fal­lene Betriebsgebäude standen und das Betriebsgelände jahrelang der größte städtebauliche Schandfleck in der Innenstadt von Frohburg war. Auch wenn nach der Re­vitalisierung die „Webergasse“ ausgebaut wurde sowie Kinderkrippe und ein neuer Park­platz auf dem Gelände entstanden, bemängeln zunehmend Frohburger, aber auch Be­su­cher und Gäste den derzeitigen Zustand der verbliebenen Freiflächen. Waren früher die Ge­bäude der Wäscheunion ein großer städtebaulicher Missstand in der Innenstadt, so ist heute in zu­nehmendem Maß der Zustand der Restfläche genauso ein Missstand für das Orts­bild und die In­nenstadt.    

Besucher des Rathauses, die erstmalig in Frohburg weilen oder längere Zeit nicht hier waren fragen vermehrt, warum eine derart städtebaulich wertvolle Fläche mitten in der Stadt so brach liegt? Stetig muss ich dann darauf verweisen, dass die Stadt als Ei­gen­tü­mer für diese Fläche seit Jahren einen Investor und Käufer sucht, der durch eine sinn­vol­le Bebauung und Nutzung dieser Fläche zur Erhöhung der Attraktivität und zur Bele­bung der Innenstadt beiträgt. Bis heute hat sich aber kein derartiger Investor gefunden! Hier müss­ten die Bemühungen zur überregionalen Vermarktung deutlich erhöht werden. Da­für ist derzeit aber kein ausreichendes Budget im Haushalt vorgesehen.

Ich schließe nach wie vor aus, dass die Stadt Frohburg einen Bedarf oder den Einsatz kommunaler Mittel sowohl für die Neubebauung als auch die Umgestaltung der Fläche aus­reichend begründen kann. Die Fläche ist aber städtebaulich viel zu wertvoll, um sie ewig brach liegen zu lassen oder nur als Freifläche umzugestalten. Sie liegt nicht nur mit­ten in der Innenstadt und ist voll erschlossen, sie ist vor allem auch die einzige (!) Entwicklungsfläche für die Innenstadt und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass sich die Fläche vor allem mit dem Ziel „Wohnen, Handel, Dienstleistung“ zu deren Be­le­bung anbietet. Gerade das Wohnen in der Innenstadt wird für alle Ge­ne­ra­tionen zuneh­mend interessanter und ist hier ein wichtiger Faktor für den Erhalt von Handel und Dienst­leistung. 

Beim Verkauf von Teilflächen des Geländes vor Mitte 2018 muss die Stadt Frohburg ­aber damit rechnen, dass gemäß den Förderbestimmungen zur damaligen Brachflä­chen­re­vi­ta­li­sierung Einnahmen aus dem Kaufpreis an die Förderbe­hör­de zurückzuzahlen sind. Des­halb kann meines Erachtens nach nun mittlerweile über 8 Jahren seit dem Abschluss der da­maligen Revitalisierung auch noch bis Mitte 2018 mit dem Ver­kauf gewartet werden, um damit abzusichern, dass der Kaufpreis dann bei der Stadt ver­bleibt.

Nichtsdestotrotz müssen aber die Verkaufsbemühungen sofort intensiviert werden. Diese kön­nen zielstrebig darauf ausgerichtet werden, dass ein Verkauf von Teilflächen erst nach Aus­laufen der Zweckbindefrist der Förderung, also im 2. Halbjahr 2018, möglich ist. Auf Grund der städtebaulichen Bedeutung der Flächen sollten diese sowieso erst verkauft wer­den, wenn Kaufinteressenten ein städtebauliches Nutzungs­kon­zept bereits vor Ver­kauf dem Stadtrat zur Beurteilung vorlegen und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aus­reichend nachweisen können. Bei Verkauf der Grundstücke muss aber auch ein Zeit­plan zur Umsetzung geplanter Investitionen Bestandteil des Kaufvertrages sein. An­sons­ten könnte kaum ausgeschlossen werden, dass trotz Verkauf der Grundstücke diese über Jahre hinweg brach liegen oder den Eindruck unvollendeter Bautätigkeiten in der Innen­stadt hinterlassen.   

Soweit dieser Beitrag nun das Interesse von Investoren oder Kaufinteressenten geweckt hat, können sich diese gern mit mir in Verbindung setzen.

 

Wolfgang Hiensch